Der Himmel zu meinen Füßen

Das „Hohe Venn“, dieses einzigartige Hochmoor an der deutsch-belgischen Grenze, bleibt mir auf ganz besondere Weise in Erinnerung. Es war ein wunderschöner Septembertag mit guten Freunden. Und wir haben viel erlebt. Jeder entwickelt wohl seine eigene Weise, mit Fotos Erinnerungen zu schaffen. Mich begeistern beim Fotografieren meist die kleinen Sachen. Sie machen für mich die große „Leinwand“ wieder lebendig.

Wenn ich meine Bilder anschaue, dann weiß ich wieder, wie viel Spaß es gemacht hat, über diese endlosen Stege zu laufen. Jedes Brett hatte beim Auftreten seinen eigenen Klang, wie ein riesiges Xylofon. Unzählige Eidechsen huschten zwischen den Bretterritzen hervor. Hier saß eine und sonnte sich – dort die Nächste. Verschiedene Arten von Beerensträuchern strahlten gemeinsam in allen Farben um die Wette. Libellen flogen über den Stegen vor uns her, als ob sie uns den Weg zeigen wollten. Der Himmel tat sich zu meinen Füßen auf, als er sich im Wasser spiegelte. Und immer wieder dieses satte Grün der Moose, die diesen rauen Landstrich mit einem trügerisch weichen Polster überziehen.